hatte der Vorstand alle Vereinsmitglieder eingeladen. Schon aus dem Titel der Ausstellung geht hervor, dass der Besucher in eine Zeit um „3300 Jahre vor Christus“ versetzt wird. Die spektakuläre Ausstellung beschäftigt sich mit dem Ahnenkult und den Totenritualen  der „Salzmünder Kultur“. Diese Bezeichnung wählten die Wissenschaftler für eine Gruppe von Steinzeitmenschen, die vor 5.300 Jahren westlich von Halle siedelten.

In der Mitte des Atrium des archäologischen Museum erhebt sich ein Steinkistengrab mit einem Gewicht von cirka 11 Tonnen, das von der Bischofswiese in der Dölauer Heide stammt. Vereinsmitglied Gunther Geipel konnte uns Einzelheiten über den Aufbau des Grabes berichten, da die Naumburger Bauhütte mit der Bergung  betraut war.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aber die Funde des „Salzmünder Erdwerkes“, einem Grabensystem, das den Ritualplatz umgab.

Neben zahlreichen Knochenfunden
stellt die komplett geborgene Neunfachbestattung das zentrale Ausstellungsstück dar.
Siehe hier unten
Auch unter Einsatz kriminaltechnischer Untersuchungsmethoden versuchten die Wissenschaftler Licht in den uns seltsam anmutenden und teils schockierenden Ahnenkult zu bringen und damit auch die Denkweisen der Steinzeitmenschen zu analysieren. Dennoch bleiben viele Fragen offen, die wohl auch heute nicht endgültig zu klären sind.
Der Ausstellungsbesuch klang mit einer gemütlichen Kaffeerunde aus, bei der es viel zu diskutieren gab.

Dr. Kühne
Vorsitzender
         Exkursion am 30. November 2013 nach Halle

Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass der Verein die Sonderausstellungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle besucht. Auch zum Besuch der aktuellen Ausstellung (einschließlich Führung).
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