Vereinsgeschichte Teil I        

Unser Verein kann auf eine stolze Tradition von über 100 Jahren zurück blicken. Er wurde am 25. August 1910 in der historischen Gaststätte „Goldener Stern“ in Querfurt gegründet. Als geistiger Vater gilt Pfarrer Koennecke aus Eisleben. Geprägt wurde der Verein aber über Jahrzehnte von dem Verlagsbuchhändler Richard Jaeckel, der am 27. März 1911 den Vorsitz übernahm. Der Name des Vereins steht für die damaligen Vereinsziele: Altertümer zu sammeln, zu erhalten und der Nachwelt zu präsentieren sowie den Fremdenverkehr zu fördern. Deshalb standen zunächst Bemühungen, ein Museum zu gründen, im Vordergrund. Am 08.08.1933 ging mit der feierlichen Eröffnung des Heimatmuseums in der Nord-Ost-Bastion der Burg Querfurt ein lang gehegter Wunsch des Altertums- und Verkehrsvereins in Erfüllung.

Neben dem Museumsbetrieb betätigte
sich der Verein insbesondere auf
den Gebieten der Denkmalspflege,
Heimatkunde und Öffentlichkeitsarbeit.
Unzählige Veröffentlichungen, zur Geschichte
Querfurt's und der Umgebung stammen
aus dem Heimatverlag Richard Jaeckels.
Exkursionen in die nähere Umgebung und
zahlreiche Vorträge und insbesondere auch
Ehrungen für den naturalistischen Dichter
Johannes Schlaf wurden organisiert.

Nach dem Ende des II. Weltkrieges wurde durch Befehl der Sowjetischen Militäradministration auch der Altertums- und Verkehrsverein aufgelöst und durch den Kulturbund vereinnahmt. Die Vereinsgeschichte der „Neuzeit“, also mit der politischen Wende in der damaligen DDR, beginnt mit der „Wiedergründung“ des Vereins unter Beibehaltung des traditionellen Namens am 25.08.1990 im Rathaussaal der Stadt Querfurt. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Konrad Kühne gewählt, der diese Funktion bis zum heutigen Tage ausübt.

Die Vereinsziele sind im § 2 unserer Satzung festgehalten (siehe unter „Satzung“). Unser Veranstaltungsspektrum  ist breit gefächert und reicht von Vereinsabenden und Vereinfahrten, über die Organisation von Vorträgen und Lesungen, der Gestaltung von Ausstellungen, heimatkundlicher Öffentlichkeitsarbeit, Ehrungen bedeutender, mit Querfurt verbundener Persönlichkeiten der Vergangenheit bis hin zu eindrucksvollen Einzelaktionen, wie z. B. die Durchführung des „Tages der Heimatpflege“ . Zu letzteren zählen z.B. auch die Anbringung einer Reliefkopie an der Westtoranlage der Burg Querfurt, Gedenktafeln für den Chronisten Karl August Gottlieb Sturm und den Dichter Johannes Schlaf sowie die Organisation eines „Stadtspieles“. Der Verbreitung der Vereinsaktivitäten soll auch dieser Internetauftritt dienen.

Näheres zur Vereinsgeschichte:
Heike Junghans, Querfurter Heimatblätter
Heft 1, S. 27-29, 1991
Walter Saal, Querfurter Heimatblätter Heft 2, S. 31
Dr. Konrad Kühne, Querfurter Heimatblätter
Heft 7, S. 3-7, 2010

Der Altertums- und Verkehrsverein Querfurt und Umgebung e.V. hat aktuell 62 Mitglieder, davon zwei Ehrenmitglieder. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen. Wir pflegen freundschaftliche Kontakte zum Historischen Verein Karlstadt, der Partnerstadt Querfurts, und zum Kultur- und Heimatverein Goseck.

Um 1930 ehrte unser Verein mit dieser Medaille Bürger, die sich um die Bewahrung des historisch Bedeutsamen, um die Vermittlung von geschichtlichem Wissen und bei der Durchsetzung der Ziele und Traditionen des Vereins verdient gemacht haben.
Vereinslogo bis 1945
Nord-Ost-Bastei der Burg Querfurt, Eingang zum Kreismuseum
Teil 2 zu Brunnenherren
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